5 Punkte

Meine Lieblingskneipe hier in Seattle, die gleichzeitig die älteste Kneipe in Seattle ist, hat eines meiner Bilder vom Feierabendbier letzte Woche in ihrem Instagramaccount gefeature. Yah, wo ist mein Freibier?! 😉 Gerade will ich das Bild hier bloggen und stelle fest, dass es aus dem Account vom 5 Point Cafe verschwunden ist. Pisser. *grml* Hier trotzdem mein Boneyard IPA.

Schwarzweiß.

Ein Gedanke, den ich in den letzten Wochen und Monaten immer wieder hatte, hat sich während einer Tattoo-Session gestern (Details vielleicht irgendwann, oder vielleicht auch nicht), soweit  manifestiert, dass er “verblogbar” ist. Menschen denken gerne in schwarz-weiß. Entweder ist etwas gut, oder es ist böse. Dazwischen ist schwierig, kompliziert, anstrengend. Das sieht man natürlich besonders gut an politischen Debatten, die gerade jetzt (hallo Mister Trump) besonders hart geführt werden. Ebenso natürlich ist nichts daran neu. Gab es schon oft, vielleicht schon immer?! Doch meine Herangehensweise an das Thema “Schwarzweißdenken” kommt aus einer anderen Richtung. Ich lerne, bedingt durch den Umzug, noch immer sehr viele Menschen neu kennen, deren Rolle in meinem Leben völlig offen ist, sie sind neu und ich bin für sie neu. Sehr viel mehr als erwartet öffnen sich diese neuen Bekanntschaften mir bzw. uns, und manchmal kommt dann eben auch etwas zum Vorschein, mit dem man zumindest nicht gerechnet hat. Vielleicht war es überraschend, vielleicht positiv, manchmal auch “negativ”. Gleichzeitig hat natürlich auch meine Situation – Beziehungsende, “schnelle” neue Beziehung, gemeinsamer Umzug in die USA, Heirat – sicherlich auch bei Manchen zu erhobenen Augenbrauen geführt. Zumindest vermute ich das bei wenigen, entfernteren Bekannten. Familie und Freunde waren da wider Erwarten unfassbar offen und voll hinter mir und meiner Frau. Jedenfalls brachte mich beides nun in den letzten Wochen oder auch Monaten dazu, über meine eigene Sichtweise auf andere Menschen und ihre unerwarteten Eigenschaften, Meinungen, Gedanken, Gefühle und Lebensentwürfe nachzudenken. Ich denke, dass ich früher radikaler gedacht habe, absoluter und oft in schwarz-weiß. Person X hat Y getan, oder Z gedacht, deshalb mag ich sie nicht, oder finde sie doof, oder bin verschlossen, oder mache mich vielleicht doch auch mal lustig. Ich denke von mir, dass ich schon länger, über mehrere Jahre, ein eher gutmütiger, diplomatischer Mensch bin und zusammen mit meiner Empathie –  einmal Empath, immer Empath – oft Verständnis hatte für Menschen und ihre von mir unterschiedlichen Meinungen, Gedanken, Gefühle und Lebensentwürfe. Im Geheimen habe ich dann aber doch geurteilt, verurteilt, belustigt oder ignoriert. Ich denke, dass das falsch war und ed hat vor 3-4 Jahren in Deutschland angefangen, dass ich dieses Verhalten an mir so nicht mehr wollte und deshalb versucht habe zu ändern. Hoffentlich erfolgreich. Durch den Umzug und die Notwendigkeit, offen für Neues zu sein, hat sich das noch verstärkt. “Wer bin ich, dass ich mich über Person X stelle?!” ist da so ein zentraler Gedanke. Ein anderer ist, dass ich fast automatisch annehme, dass alles, was ich von einem Menschen erfahre, nur die Spitze des Eisbergs sein kann. Gleichzeitig musste ich kürzlich erkennen, dass es Verhaltensweisen gibt, die mich da dennoch an meine Grenze bringen. Zu Recht wie ich finde musste ich mich von einem Menschen distanzieren, denn alles muss man nun wirklich nicht tolerieren. Dennoch konnte ich es in der Situation und den darauf folgenden Tagen nicht dabei belassen. Ich konnte oder wollte nicht von einem großen Eisberg unter der Oberfläche des beschissenen Verhaltens ausgehen, sondern fällte mein Urteil. Mit der Distanzierung bin ich im[…]

Ich bin wieder da.

So, nach vielen, vielen Stunden ist elektrojunge.de wieder online. Und es sieht ein wenig anders aus. Ich hoffe es gefällt, und falls nicht, so teilet es mir mit, Gesindel! 😉 Ich hoste mein Blog jetzt bei Manitu und die Kommunikation ist im Vergleich mit 1blu einfach eine andere Welt, und dank einer Supersonderaktion kostet mich das Paket lächerliche 2,50 im Monat. Ich hoffe, dass mein positiver Eindruck bleibt und wünsche euch einen wundervollen Sonntag bzw. einen guten Start in die Woche. Schauen wir mal, ob es demnächst hier wieder mehr zu lesen gibt. <3 Benny

Wechsel weg von 1Blu

Ich kämpfe gerade mit meinem alten Hoster 1Blu, der meine Domain nicht rausrücken mag. Okay, es ist etwas komplexer, meine Authcodes haben nicht funktioniert. Jedenfalls ist das “neue” Blog bisher nur über eine dumme, unleserliche Adresse erreichbar. Also seit so etwa 4 Wochen, was mich gewaltig nervt. Stay tuned, es kann sich noch um Tage handeln.  

Wasserstandsmeldungen

Ich habe vor Kurzem ein wenig überlegt, was dieses Blog so werden könnte, ob ich wieder mehr Alltagsdinge schreiben soll, etwas mehr politisches Zeug, oder doch mehr Gefühlskram. Wirklich eine Antwort habe ich darüber jetzt nicht gefunden, wahrscheinlich finde ich wie so oft in den letzten Jahren keine Antwort und schreibe doch wieder alle paar Wochen einen Eintrag hier und zack gibt’s das Blog 20 Jahre. Schön wäre es auf jeden Fall. Ich versuche mich mal ein bisschen an mehreren Dingen. Yoga Ich habe das letzte halbe Jahr in Herrenberg ja wieder regelmäßig Yoga gemacht und war im April und März hier in Seattle schon auf der Suche nach einem Yogastudio. Irgendwie war das nicht so einfach. Ich war ein paar Mal bei einem ganz netten Yogi, der dann aber doch mehr esoterisch war, wobei das nicht das Problem war. Sondern eher, dass die Stunden wirklich zu 60% Meditation war, und sonst eher auf Atemübungen beruhten. Das ist tatsächlich anstrengender als es klingt, aber ich habe Yoga auch immer deshalb gemacht, weil meine Rückenschmerzen damit weniger wurden. Hier in Seattle wird Yoga sehr fitnessorierntiert betrieben, was ich auch wieder nicht so doll finde. Als Extrem gibt es dann “Hot Yoga”, bei dem der Raum auf über 30 Grad erhitzt wird und man sich einen abschwitzt. Auch nicht ganz das, was ich wollte. Ich bin jetzt jedenfalls bei Home Yoga gelandet, bei dem es eine Mischung aus Hatha- und Flow-Yoga gibt. Die 3 Lehrerinnen, die ich bisher hatte, waren alle nett, die Menschen sind ziemlich normal und je nach Tageszeit, ist der Männeranteil zwischen 0 und 40%. Nachdem ich 2 Mal dort war, habe ich jetzt zwei Wochen nur daheim Yoga für mich gemacht und letzte Woche hier im Seattle Center, unter der Space Needle, wo es im Sommer kostenloses Yoga mit einer der Lehrerinnen von Home Yoga gibt. Mein Rücken mag es, und unser Wohnzimmer ist so groß, dass ich genug Platz für alles habe. So langsam werde ich auch besser, ich habe heute 30s den Krieger 3 gemacht. Stress und Arbeit Mein erst im September gewachsenes Team gehört nun zu einem neuen Team, mit einer echt ambitionierten Timeline und wow, viel, viel neuem Kram. Mich hat das ganze auf dem Falschen Fuß erwischt. Ich hab auf das neue Zeug echt “Bock”, habe meinen Platz im Team aber noch nicht gefunden und mich stresst das ziemlich. Ich merke, dass ich mich nicht gut genug fortgebildet habe 2015 und jetzt muss ich mich anstrengen. Dazu noch Überstunden. Aber ich kriege das hin. Gut, dass ich Yoga mache. Laufen Ich gehe wieder 2x die Woche Laufen. Zuerst nur 2 Meilen, jetzt schon 3 (knapp 5km). Zusammen mit A. und C. auf dem Campus. Wir arbeiten kaum noch zusammen (siehe oben), da ist es schön zusammen was zu machen. Und wenn es nur Laufen ist. Mal sehen ob ich kommende Woche die 5 Meilen knacken kann.

Pro LGBTQ*

Den folgenden Text haben Cori und ich schon in unserem Seattle-Blog veröffentlicht, ich dachte aber, dass ich das alles doch zu wichtig finde, um es nicht auch hier zu posten. Die ganze Sache mit Orlando ging und geht mir schwer unter die Haut. ?   Am 12. Juni 2016 starben in einem Nachtclub in Orlando, Florida 49 Menschen durch die Hand eines mit Hass erfüllten Mannes. Er kam schwer bewaffnet, bahnte sich einen Weg in den Club und ermordete, verletzte und traumatisierte die dort feiernden Menschen. Es war nicht nur ein Nachtclub. Es war ein Club für Menschen aus der LGBTQ* Community. Ein Ort, an dem Menschen aller Orientierung nicht nur feiern gehen können, sondern sich SICHER fühlen können. Der Club in Orlando war vielleicht so etwas wie eine “Heimat” für alle, die sich an anderen Orten sonst verstellen und verstecken müssen. Wir halten dieses schreckliche Ereignis nun auch in unserem Blog fest. Nicht, weil es noch mehr Worte bedarf, sondern weil wir finden, dass es dazu gehört. Weil es zu uns gehört. Zu unseren Freunden, unseren Familien, unserer Welt. Wir schreiben in unserem Blog oft von den schönen Dingen, die wir hier erleben. Schmerzhaftes gehört aber eben auch dazu. Wieso das so wichtig ist, zeigt das Zitat einer ehemaligen Kommilitonin von Benny aus Tübingen auf Facebook: “Weil ich nicht einfach so mit meiner Freundin in der Öffentlichkeit Händchen halten kann.” Das sollte so einfach nicht sein. Die “Goth”-Szene hat eine relativ große Überschneidung mit der LQBTQ-Szene.  Wir beide sind regelmäßig auf der CSD-Demo in Stuttgart mitgelaufen, wir waren erst letzte Woche zu Corinnas Geburtstag auf ein Bier in einer von Seattles ältesten Gasbars, in Grufticlubs tummeln sich Menschen aller Art usw. Wir sind also auch Teil dieser Welt. Wir kennen und lieben Menschen, die sich selbst und ihre Liebsten in Gefahr begeben, einfach weil sie so sind wie sie sind. Wir schlafen beide seit Sonntag schlecht und wir haben Freunde, die seit dem Vorfall in Orlando kein Auge zugedrückt haben und einfach nur irgendwie funktionieren. Wir haben sowohl in Deutschland als auch hier in Amerika Freunde und Herzmenschen, die zu dieser Gruppe gehören und wir fühlen mit Euch! Die Nachrichten sind furchtbar und erschütternd. Facebook, Twitter, die Zeitungen sind voll mit Nachrichten und Bildern dieses schrecklichen Ereignisses. Angehörige suchen ihre Kinder/ Freunde/ Partner/ …, man sucht nach einer Begründung für das Morden, die Waffenregulierung in den USA kommt wieder ins Gespräch, religiöse Themen werden aufgerollt, usw. und was am Ende bleibt ist der Schmerz. Und die Liebe. In Seattle haben sich am Sonntag Abend tausende Menschen in einem Park versammelt, um ihre Unterstützung und Anteilnahme zu zeigen, die Space Needle hat die Regenbogenflagge auf Halbmast gehisst und Freunde haben sich getroffen um sich in den Arm zu nehmen. Über die ganze Welt haben Menschen sich unterstützend und voller Anteilnahme zu Wort gemeldet, haben Fotos ins Netz gestellt und ihre Hilfe angeboten. In Orlando haben sich so viele freiwillige Blutspender gefunden, dass die Leute in endlos langen Schlangen vor den Blutspendezentralen warten[…]

Geschäftigkeit und weitere Merkwürdigkeiten.

Ich sitze in Stuttgart, draußen hat es sommerliche 26 Grad und hinter mir liegen 8000 Kilometer im Flieger, ein Smoothie in Reykjavik, eine Autofahrt von Frankfurt, 3 Behördengänge, Abende mit Tränen in den Augen vor lachen, viel Orgakram, etwa 2 stressige Stunden pro Tag, eine Nicht-Polter-Polter-Feier und eine Hochzeit. Zur Hochzeit wird es einen eigenen Beitrag geben. Doch dazu muss ich erst mal ein wenig das Erlebte sacken lassen. Es war jedenfalls grandios. =) Was jetzt folgt ist Urlaub, Belohnung für die letzten, sehr anstrengenden Wochen auf der Arbeit und ein Geschenk an Corinna und mich. Ich wachte nachtürlich viel zu früh auf – um halb 7 – , gegen 9 saßen wir in der Küche, tranken Saft und bereiteten den Tag vor. Es galt Behördengänge zu erledigen, Kleidung in die Wäscherei zu bringen und bei Sonnenschein eine Brezel und eine Mohnschnecke zu essen. Nach einem Mittagessen in der Rosenau sitze ich auf dem Sofa meiner Schwiegerfamilie und schreibe Tagebuch sowie diesen Blogpost. Es war geschäftig und entspannt, die Sonne schien und Deutschland war als wäre ich nie weg gewesen, ein wenig. Gleichzeitig fehlt mir die Katze. Das Meer. Seattle. Es ist nach einem dreiviertel Jahr schon meine Heimat. Seit ich mich gestern von meinen Eltern verabschiedet habe, fehlt mir auch das 1. Mal meine Familie ein bisschen. Und bald muss ich mich von Freunden verabschieden, von anderen habe ich das schon getan. Sie fehlen mir auch. Herrje, werde ich sentimental?! Ich bin glücklich, mit einer Prise Merkwürdigkeit, weil ich meine Eltern und Freunde mir jetzt schon fehlen. Das ergibt jetzt nicht wirklich Sinn, oder?!  

Jahrestage

Hui, jetzt im März hat sich so einiges gejährt. Also erst mal anstoßen. ??? Ja, auch die Frau und ich hatten unser Kennenlernen und den Beziehungsbeginn vor mehr als einem Jahr. Nun fort vom schlechten Wortwitz, hin zum “ernsthaften” Jahrestag. Nicht, dass wir nicht schön gefeiert hätten. Das haben wir, wir waren lecker Essen, und auch jetzt am Montag war unsere Datenight doch etwas besonderes. Cori hatte nur gesagt, dass sie eine Überraschung geplant hat. Diese war dann das erste “Folio” von Shakespeare.Etwas vereinfacht das erste Buch mit Shakespeares gesammelten Theaterstücken. Es war herrlicher Bücherporn. <3 Weitere Jahrestage sind das 12jährige Bestehen meines Blogs, 2004 habe ich auf Blogspot angefangen und bin dann 2009 zu meiner eigenen WordPress-Installation umgezogen. Auch ne ganze Weile. Im Zuge von Corinnas und meines Jahrestages rückt natürlich die Hochzeit im Mai immer näher – etwas, das ich bisher kaum erwähnt habe – mal sehen, vielleicht blogge ich da mal noch separat drüber. Zu sagen gäbe es nämlich eine Menge, zum Beispiel organisatorisches, wie auch romantisches. Ein großes Freuden- und Hach-Thema jedenfalls. <3 Und auch das natürlichste, logischste der Welt. Vor einem Jahr, im März 2015, war ich auch das erste Mal in Seattle, und jetzt, da wir hier wohnen, ist es sehr verrückt. Ich erinnere mich noch gut, wie wir mit dem Team von der Arbyte über die Freemont Bridge geradelt sind, am Gasworks Park halt machten und dann die Fahrräder abgaben. Gestern bin ich nach Freemont zur Brewery gefahren um mit Cori dort ein Bier zu trinken. Vor einem Jahr auch war ich das erste Mal in Reutlingen bei Steffi zum Tätowieren – die übrigens gerade in Rio zu Gast ist. Im März 2015 war ich auch bei Super Genius Tattoo hier in Seattle um mir mein “Glaube Liebe Hoffnung”-Tattoo machen zu lassen. Und letztes Wochenende ließen Cori und ich uns hier  tätowieren. Auch was für einen anderen Blogpost. Heute jedenfalls fuhr ich mit dem Bus über den Lage Washington, der Himmel war strahlend blau, es war warm (18 Grad) und man konnte den Mount Ranier toll sehen. Sehr genau so, wie im März 2015. Nur eben ganz anders. Schön anders.

You get what you pay for – der Rant zum WGT 2016

Dieses Jahr kostet das Wave-Gotik-Treffen stolze 120 Euro. Früher ™, ich glaube 2003, waren es mal 55 Euro. Dann etwas über 70 und letztes Jahr dann 99 Euro oder sowas. Ich dachte zuerst “Hui”, 20 Euro mehr dieses Jahr ist nicht wenig. Dann hab ich mal kurz überlegt, was sonst so Konzerte kosten. Mein Stand von 2015 in Deutschland war so bei “30 Euro für ne durschnittliche Metal/Goth-Kapelle, 50 Euro für was sehr bekanntes und um 90 Euro für Megastars”. Okay, es soll ja auch Bands geben, die pro Auftritt 120 Euro verlangen. Dagegen sind 120 Euro für ein fünftägiges Festival (4 Tage plus Anreisetag) eher Kleingeld. Selbst 168 Euro für Wacken (3 Tage offiziell plus 1 Anreisetag) sehen dagegen noch recht vernünftig aus. Und was machen “die Gruftis”? Sie schreien es sei zu viel, Zeter und Mordio auf Facebook. Aber es kommt noch besser. Es ist Jubiläumsjahr. Und als Besonderheit hat sich das WGT-Team ausgedacht allen Besuchern 4h Achterbahnfahren im örtlichen Vergnügungspark zu schenken. Auch da: Zeter und Mordio. Wie können die nur?! Und Gruftis und Achterbahnen, geht ja gar nicht?! Im Ernst: wie peinlich. Ich sage nicht, dass es nicht ein finanzieller Kraftakt ist für 120 Euro auf’s WGT zu fahren. Für mich war es das bis vor ein paar Jahren auch, bei einer Karte, die 70 Euro gekostet hat. Dieses Jahr muss man halt nen 20er mehr für das Ticket ausgeben und 4 Bier weniger trinken. Und dafür eine Veranstaltung unterstützen, die es so nirgends auf der Welt gibt. WE ARE GOTH und das kann “uns” ja wohl mal was wert sein. Und leider, leider, leider leben wir nicht auf dem Ponyhof, wo die Versicherung einer Großveranstaltung, die Gage bzw. Spesen für Bands, die Miete von Locations, der Lohn für Helfer, Security und Techniker sinkt. Entschuldigt, aber ich kann da nicht ganz ohne Sarkasmus bleiben. Über eine sterbende Szene jammern, aber selbst nix tun. Es erwartet ja niemand, dass ihr selbst Festivals organisiert, oder Parties, oder was der Henker. Seid doch froh, dass es so eine komfortable Möglichkeit gibt, die Szene am Leben zu erhalten. You get what you pay for! Und wenn man nix zahlt gibt es auch nix. Das ist sie dann, die tote Szene. Fragt mal die ganzen Partyveranstalter aus Stuttgart, wieso es nicht mehr 10-12 Partys pro Monat im Großraum gibt – wie früher(tm), so 2006 –, sonder so etwa 5 oder 6. Genau, 6 Euro Eintritt sind halt zu viel, da wird der DJ doch reich und ich werd arm. Final nur ein kurzes Wort zur Achterbahn. Es muss auch nicht jede_r Achterbahnfahren toll finden, oder Freizeitparks. Meine eigene, kleine Filterbubble der Goth-Szene fuhr jedenfalls durchweg gerne Achterbahn. Wieso also nicht?! Herrje, Stock aus dem Arsch und weitermachen. Ihr müsst da ja nicht hin! Geht ihr halt auf eine der 10 anderen Partys an dem Abend, oder trinkt Met auf dem Heidnischen Dorf oder auf dem Zeltplatz mit der Familie. Blos nix neues, gelle?! Das mit den Cybermenschen hat ja auch nicht lang[…]

12

Mein Blog ist die Tage 12 geworden und ich hab es vollkommen verpasst. 12 Jahre und ich schreib immer noch. Menschenskinder! Allen, die hier lesen ein dickes Danke, ein “hach” und <3! Euer Benny/Benjamin/Elektrojunge